Apfelallergie???




In Mitteleuropa reagieren ca. 8 % der Menschen allergisch auf die meisten Apfelsorten. Bei ihnen lösen bestimmte Eiweiße, die die Früchte enthalten, eine allergische Reaktion aus. Nicht alle Allergiker reagieren auf den gleichen Eiweißstoff allergisch. Man kann  zwei große Gruppen ausfindig machen:



  1. ‘Mal d3’-Apfelallergiker können geschälte Äpfel essen, aber nicht die Apfelschale. Auch erhitzte Äpfel oder Apfelsaft löst die Allergie aus. Sie äußert sich meist in Hautausschlag oder Störungen im Verdauungstrakt bis hin zum anaphylaktischen Schock. Diese Form der Apfelallergie ist vor allem in Südeuropa verbreitet.
  2. Bei ‘Mal d1’-Apfelallergikern verläuft die allergische Reaktion meist etwas milder. Zu den Symptomen gehören Juckreiz auf den Lippen und im Mund sowie Schwellungen im Hals- und Rachenraum (orales Allergiesyndrom). Die meisten Apfelallergiker sind auch gegen Birken- und Haselnusspollen allergisch. Beim Erhitzen verliert sich die allergieauslösende Wirkung weitgehend. Apfelkuchen und -saft werden daher vertragen. Sie ist in Mitteleuropa die am meisten verbreitete Apfelallergie.

Wir weisen darauf hin, dass Allergiker im Einzelfall überprüfen müssen, ob sie die Sorte ausreichend gut vertragen. In Fällen von schweren Symptomen ist dies nur in ärztlicher Begleitung möglich.


Apfelallergie - was ist das?
Zum Thema Apfelallergie - Dr. Michael Neumüller und Felicitas Dittrich vom BayOZ

 

 

 

 Quelle: Bayerisches Obstzentrum